|
Ranglistenturnier des VMV Loisachtal in Salgen, Alpen-Cup-Turnier, 28.6.09
Nach sintflutartigem Regen am Vortag wurden viele bange Blicke gen Himmel geworfen, ob das Wetter denn nun am letzten Tag des Bundespferdefestivals in Salgen, an dem der Mounted Games Teamwettkampf stattfinden sollte halten würde. Doch anscheinend hatten alle brav aufgegessen, denn am Sonntag schien die Sonne den ganzen Tag. Dank des guten Bodens war die Wiese innerhalb kürzester Zeit abgetrocknet und nicht rutschig, so dass die Reiter gute Bedingungen vorfanden. Genannt hatten acht Teams, womit dieses Turnier das größte in der bayerischen Geschichte werden sollte. Leider ließen österreichische Zöllner die Schweizer Ponys nicht über die Grenze, so dass diese ihren Start absagen mussten. Alle anderen Teams nahmen aber wie geplant teil. Dies waren: das Team des veranstaltenden Vereins VMV Loisachtal, die in türkis starteten, die Lokalmatadoren Hiltenfingen Maxi in gelb sowie ihr Nachwuchsteam, die Hiltenfingen Minis in blau, zwei junge Teams der Ponyreitschule Lillemor aus Unterdießen in grün (Lillemor 1) und rot (Lillemor 2), ein weiteres neu gegründetes Team aus Tutzing, das in knalligem Pink an den Start ging und die weit angereisten erfahrenen Leipziger in ihrem roten Outfit. Ein farbenfrohes Ponygewusel also, das Hauptschiedsrichterin Rosi Hufnagel genau im Blick hatte, während Kalle Hufnagel treffende Kommentare dazu abgab. Mit kaum nennenswerter Verzögerung trafen sich Loisachtal, Hiltenfingen Maxi und beide Lillemor-Teams zum ersten Lauf. In allen acht Spielen kämpften die Loisachtaler mit den Hiltenfingern um die 4 zu holenden Punkte, während sich Lillemor grün und rot um den dritten Platz rangelten. Durch wenig Fehler und die gewisse nötige Portion Glück konnten sich die Loisachtaler mit 28 Punkten erstmals seit 2004 vor die Hiltenfinger Maxis (26 Pkte.) schieben, was für das türkise Team absolutes Highlight des Turniers war. Lillemor grün spielte etwas sicherer und schneller als Lillemor rot, musste aber eine Nullrunde wegen falscher Korrektur beim Hochstaplerspiel in Kauf nehmen, weshalb sie sich nur knapp mit einem Punkt vor ihre Stallkumpanen setzen konnten. Im zweiten Lauf war die Aufteilung der Punkte sehr deutlich. Das Leipziger Team spielte routiniert und schnell, womit es sich alle 32 möglichen Punkte holte. Als zweites ins Ziel ritt jeweils das blaue Mini-Team aus Hiltenfingen, das allerdings zwei Nuller kassierte. Bei Becher versetzen ein nicht zu ignorierender Wechselfehler, beim Flaggenrennen ein umgefallener Kegel, der nicht korrigiert worden war. Der nächste Reiter steckte seine Fahne einfach zu den am Boden l iegenden Fahnen dazu. Das Team aus Tutzing suchte bei seinen Ponys öfters noch die Bremse und konnte sich so noch nicht ganz auf die Spiele konzentrieren. Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit der zweiten Qualifikationsrunde. Die fleißige Arenaparty baute HiLo auf und nun trafen die Favoriten Leipzig und Hiltenfingen Maxi erstmals aufeinander. Dazu sortiert waren Lillemor rot und Tutzing. Lautstark angefeuert von allen bayerischen Teams versuchten die Hiltenfinger den Ostdeutschen die Punkte abzuluchsen, doch sie mussten sich um drei Punkte geschlagen geben. Nichtsdestotrotz hatten sie sich damit die Fahrkarte ins A-Finale gesichert. Die Tutzinger hatten ihre Ponys nun schon besser im Griff und spielten somit ein gutes Stück schneller als Lillemor rot. Mit 14 Punkten (Tutzing) und 10 Punkten (Lillemor) verließen dieses Teams das Spielfeld. Der zweite Lauf wurde für die Loisachtaler fast zu einem Durchmarsch, doch beim Pony Express mussten sie sich mit dem zweiten Platz begnügen, da eine Slalomstange plötzlich zur Seite gesprungen war, als das Pony daran vorbei wollte... Die Hiltenfinger Minis ritten ordentlich und flott, hatten aber nicht aus ihren Null Punkten in der ersten Quali gelernt und nahmen das mit diesen Linien am Boden noch zweimal nicht so genau, wie Schiedsrichterin Rosi das gerne gesehen hätte. Auch Lillemor grün hatte einmal zuviele Hufe im Spielfeld, womit beide Teams mit 17 Punkten aus der Qualifikationsrunde gingen. In das A-Finale kamen somit: Leipzig, Hiltenfingen Maxi und=2 0Mini und Loisachtal, in das B-Finale: Lillemor 1(grün) und 2 (rot) mit den Tutzingern. Von Anfang an setzen sich die grünen Lillemor-Reiter im B-Finale an die Spitze. Nach einer Null weil sie an der Wechsellinie nicht auf das Abpfeifen des Spiels gewartet hatten, kamen sie etwas aus dem Tritt und ließen zweimal die anderen Teams an sich vorbeireiten. Mit 17 erreichten Punkten aber ein deutlicher Sieg, den auch ein etwas verwirrter Kalle bei der Siegerehrung anerkennen musste. Auf den zweiten Platz schoben sich die Tutzinger, die nun wussten, wie das alles funktioniert, ihre Aufregung abgelegt hatten und flott unterwegs waren. Etwas gefährdeten sie ihren zweiten Platz durch eine Null beim Becher versetzen (sie waren von hinten mit den Grünen zusammen Richtung Ziellinie geritten, bevor das Spiel abgepfiffen war), konnten ihn mit 14 Punkten aber halten. Lillemor rot kam als einziges Team des B-Finales ohne Nullrunden durch dieses Turnier, konnte nichtsdestotrotz aber nur 13 Punkte erringen und kam so auf einen verdienten dritten Platz. Im A-Finale waren die Hiltenfingen Minis mit einem reinen Shetty-Team gegenüber den weitaus größeren und erfahreneren Reitern und Ponys von vorneherein etwas im Nachteil. Da sie die Linien aber immer noch nicht akzeptierten, holten sie sich zwei weitere Nuller. Einen an der Wechsellinie beim Ringestechen und einen, weil eine Reiterin beim Hula-Hoop bereits vor der Startlinie abgesprungen war. Trainerin Carina, die selbst im Maxi-Team mitritt, war mit ihren Nerven schon fast=2 0am Ende. Zu Hause werden nun bestimmt sofort Linien gezogen und deren Wichtigkeit bei Mounted Games erläutert. Neun Punkte holten sich die Minis aber noch ab und wurden somit Vierter im A-Finale (welches norddeutsche Team kann das schon von sich behaupten? *g*). Bei den Loisachtalern war die Luft nach dem langen Turnierwochenende langsam raus und es schlichen sich bis dato unbekannte Fehler ein. Spiele, die in der ersten Quali gewonnen worden waren, klappten plötzlich nicht mehr, Ponys liefen frei durch die Arena und Tonnen und Stangen hüpften frech zur Seite. Ein Highlight für die Türkisen war das Hochstaplerspiel, bei dem durch sicheres zügiges Absetzen des Hochstaplers aller vier Reiter nicht nur ihre direkten Konkurrenten, die gelben Hiltenfinger abgesetzt werden konnten, sondern sie sogar die Leipziger um wenige Pferdelängen hinter sich ließen. Da war der Jubel groß! Die Leipziger begannen mit vier gewonnen Spielen, ließen bei Becher versetzen den Hiltenfingern den Vortritt und wie gesagt beim Hochstapler den Loisachtalern, gewannen nochmals zwei Spiele und mussten sich bei Flinke Füße und Flaggenrennen wiederum den Hiltenfingern geschlagen geben. Ein wohlverdienter Sieg mit 32 Punkten, um den sie aber dennoch kämpfen mussten. Hier die Endergebnisse im Überblick: A-Finale: 1. Leipzig 32 Pkte. 2. Hiltenfingen Maxi 27 Pkte. 3. Loisachtal 21 Pkte. 4. Hiltenfingen20Mini 9 Pkte. B-Finale: 1. Lillemor 1 (grün) 17 Pkte. 2. Tutzing 14 Pkte. 3. Lillemor 2 (rot) 13 Pkte. (Anmerkung: Die Teams aus dem B-Finale ritten für die Rangliste außer Konkurrenz. Das Team aus Leipzig ritt für den Alpen-Cup außer Konkurrenz.) Unser besonderer Dank geht an Rosi und Kalle, die diesen weiten Weg auf sich genommen haben um uns mit regelkundigem Blick und frecher Moderation zur Seite zu stehen. Auch den Leipziger Reitern und ihrem Trainer möchten wir danken, dass sie als einziges Team aus einem weit entfernten Bundesland zu uns gekommen sind, geduldig den teils langen Aufbau der Spiele abgewartet haben, und großzügig über leichte Flaggen, biegsame Stangen und komische Litter hinweggesehen haben. Ihr wart echt tolle Gäste und dürft gerne wiederkommen! Die bayerischen Teams treffen sich hoffentlich bald alle wieder beim zweiten Turnier des Alpen-Cups in Gelting bei Wolfratshausen am 23.August. Milena Vorsteher
hinzugefügt: July 1st 2009 Berichterstatter: Milena Vorsteher Punkte:      Hits: 281 Sprache:
[ Zurück zur Übersicht der Turnierberichte | Kommentar schreiben ] |